Touch down

Air sgiath a‘ seoladh nan neoil ’s an domhain liath
Mar dhealbh a‘ tighinn beo tro na sgothan ’s mi a‘ tilleadh gu tir
Alba nam beanntan ard nan acraichean lom
Thairis air na lochan mointich nan coilltean ’s nan gleann
(Runrig, „Alba“)


This flight is sailing through the clouds and the blue heavens
The homeland appears like a developing photograph through the mists as I return to land
I see Scotland of the high mountains and the empty acres
Flying low across the moorland lochs, the forests and the glens



Ursprünglich wollte ich am 12. Mai 2012 starten, doch ein paar Tage vorher sagte die Wettervorhersage maximal 10 Grad voraus, mit teilweise Schneeregen in höheren Lagen, also nicht wirklich spassig. Aber eine Woche später sollte es sich bessern. Da ich mit dem Urlaub flexibel war, habe ich kurzentschlossen umgebucht. Hat zwar einiges an Stornogebühr gekostet, aber das hat sich gelohnt. Denn um es gleich vorweg zu sagen, ich habe dadurch eine außergewöhnliche Schönwetterphase erwischt. Hier mal einige Daten als Slideshow. Gelb markiert meine Reisezeit.


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Am 19. Mai 2012 ging es dann endlich los. Nach einem dreiviertel Jahr Planung stand ich endlich am Flughafen Hahn, mit der vollgepackten Bike-Flugtasche, die mal so locker 31 kg wog.

Ich hatte einen Fensterplatz reserviert, denn mein Geburtsort liegt nahe der Einflugschneise und der Anblick von oben, umgeben von den Moselschleifen, ist jedesmal grandios. Ab Belgien und über ganz England herrschte eine geschlossene Wolkendecke, die sich aber pünktlich zum Landeanflug nach Edinburgh auflöste und wir landeten im strahlenden Sonnenschein. Schottland halt.

Vor dem Terminal nahm ich den Airbus-100 nach Waverly Station, dem Hauptbahnhof. Unterwegs sah ich viele Leute mit Chelsea-Schals, offenbar auf dem Weg zum Fußball kucken, denn es war der Tag des Championsleague-Finales gegen die Bayern.

Von Waverly Station zum Princess-Street-Hostel sind es etwa 300 Meter, aber die können mit einer unhandlichen Flugtasche verdammt weit werden. Endlich stand ich vor dem Hostel, aber vor mir lagen noch 4 Stockwerke über eine schmale Wendeltreppe. Oben angekommen, fragte ich japsend, ob ich ein Zimmer haben könne. Skeptische Blicke. Oh, ooh, hätte ich doch besser im Voraus gebucht. Doch zum Glück konnten sie mich für eine Nacht in einem Longterm-4er-Zimmer unterbringen und die Gepäckaufbewahrung für 2 Wochen ging auch in Ordnung. Insgesamt für 3 Pfund!! (Am Flughafen oder Waverly kostet es 5 pro Tag!)
Mein Zimmer zu finden, war gar nicht so einfach, denn das Hostel ist extrem verwinkelt und erstreckt sich über mehrere Gebäude, ein Erlebnis für sich.

Nachdem ich alles verstaut hatte, musste ich zuallererst in einen Pub. Also über die North-Bridge zur Royal-Mile, dem touristischen Zentrum Edinburghs. Der Irish Pub in der Nähe des Grassmarket war proppenvoll, das Fußballspiel voll im Gang und entgegen der Aussage eines Schotten bei meiner Reise 1992, die Schotten hielten immer zu den Gegnern Englands, waren hier und heute die Chelsea-Fans in der Überzahl. Nach zwei herrlichen Tourstart-Guinness zog ich weiter. Selbst trotz Windjacke fröstelnd staunte ich über die Schotten in T-Shirts und kurzen Hosen und erst recht über die Mädels, die in knappsten Samstag­abend­kleidchen bei 10 Grad durch die Strassen stöckelten. Nach einem weiteren Pub und der Niederlage der Bayern machte ich mich zurück zum Hostel. Morgen geht’s los.



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