HTR550

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HTR2014
HTR2016
meine Tour 2017


Das Highland Trail Race 550, kurz HTR550, ist ein self-supported Mountainbike Rennen über 550 Meilen durch die Highlands.

Ursprünglich entwickelt von Alan Goldsmith als Trainingsstrecke zum Colorado Trail Race und der Tour Divide wurde es später eine mit diesen Rennen gleichartig anerkannte und gefeierte Long-Distance-Route und hat sich seitdem den Ruf als härteste und entlegenste Strecke Großbritanniens erworben.

Das Rennen findet jährlich Ende Mai statt, zum ersten Mal 2013, damals noch über 450 Meilen. Dann wurde 2014 die Nordschleife über den Bealach Horn hinzugefügt und man hatte 550 Meilen (ca. 885 km) und mehr als 16000 hm. 2016 wurde die Strecke nochmals an drei Stellen verändert, direkt zu Beginn geht es nun am Ben Alder vorbei, am Loch Maree wurde der Tollie-Path durch den Postie-Path ersetzt und die Torridon-Querung wurde etwas vereinfacht.

Self-supported bedeutet Selbstversorgerfahrt, man muss die Strecke also komplett autark absolvieren:

  • nur mit eigener Muskelkraft
  • die Ausrüstung, die man während der Fahrt benötigt, muss man mit sich führen oder unterwegs selbst beschaffen
  • kein Aufteilen der Ausrüstung unter mehreren Teilnehmern
  • keine externe Unterstützung durch Helfer, also auch kein externer Gepäcktransport oder Begleitfahrzeug
  • keine vorgeplanten Arrangements, also keine Buchung von Unterkünften im Voraus und kein Anlegen von Versorgungsdepots

Das Zeitlimit, um in die Wertung zu kommen, liegt bei 7 Tagen, der aktuelle Rekord liegt bei völlig irrsinnigen 3 Tagen, 10 Stunden und 22 Minuten, aufgestellt 2017 von Neil Beltchenko aus Colorado. Da wird in der Nacht meist (wenn überhaupt) nur 2-3 Stunden geschlafen (entweder in einer Bothy oder mitten auf der Strecke im Biwaksack) und ansonsten nur gefahren und gelegentlich an Hotels, Cafes oder Lebensmittelläden kurze Pause zum Auftanken gemacht. 2018 ist der Sieger die letzten 400km in 43 Stunden ohne länger als eine halbe Stunde zu pausieren durchgefahren.

Jeder Teilnehmer des Rennens muss einen Spot-GPS-Satelliten-Tracker dabei haben. Das Rennen kann man aufgrund der Spot-Signale auf der Trackleaders-Seite verfolgen. Ich habe das seit 2015 jedes Jahr mit Begeisterung getan, obwohl man nur sich bewegende Punkte auf einer Karte sieht. Dieses sogenannte Dot-Watching hat mittlerweile eine große Fangemeinde.
Parallel kann man dazu auf Twitter und unter #HT550 aktuelle Tweets zu dem Rennen verfolgen.

Zum offiziellen Rennen wird man mittlerweile nur noch zugelassen, wenn man nachweisen kann, dass man bereits vergleichbare Events gefahren ist oder em Goldsmith Alan seine Kolleesch is. Aber es steht natürlich jedem frei, das Ganze als ITT (independent time trial) zu versuchen.


Und genau das habe ich schließlich 2017 gewagt…..

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